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Die iPad-Klasse am Rhein-Maas-Gymnasium

Ab dem Schuljahr 2018/2019 möchten wir in einer der beiden nicht-bilingualen Klassen der neuen Fünftklässler eine iPad-Klasse einrichten.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über unsere Motivation und unsere Zielsetzungen. Außerdem haben wir im Abschnitt FAQs mögliche Fragen antizipiert, die wir auflisten und beantworten.

Motivation

Der Erstkontakt unserer Kinder zu Tablets, Computern bzw. Internet und internetbasierten Programmen findet immer früher statt. Das verfolgen Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer durchaus auch mit Sorge. Mittlerweile bedienen Kinder im Grundschulalter internetfähige Endgeräte aber auch sehr erfolgreich beim Lernen, und wir sehen, dass die spätere Berufswelt ohne digitales Arbeiten nicht funktioniert.

Wir sind zum einen der Ansicht, dass das Interesse und die Kenntnisse der Kinder nicht mehr ungenutzt bleiben sollten. Andererseits sehen wir die Notwendigkeit einer guten Betreuung. Wir möchten Ihre Kinder auf den modernen Wegen des Arbeitens und Lernens pädagogisch und erziehend begleiten. Sie sollen mit digitalen Medien und Geräten bewusst umgehen lernen – und dies sowohl in ihrer Freizeit als auch im Unterrichtsalltag. Daher möchten wir in dieser iPad-Klasse ganz besonders in gemeinsamer Verantwortung mit Ihnen, liebe Eltern, arbeiten.

Zielsetzungen

Beginnend ab Klasse 5 soll in der iPad-Klasse das Medium Tablet in die tägliche Unterrichtsarbeit einbezogen werden. Wir möchten den Schülerinnen und Schülern bedarfsgerecht Medien zur Verfügung stellen und deren Grad der Komplexität so individuell wie möglich einstellen können.  Es ist darüber hinaus unser Ziel, dass die Schülerinnen und Schüler die Qualität von Medien beurteilen können. Außerdem können wir mithilfe der technischen Möglichkeiten, die das iPad bietet, den Lernprozess eines jeden Einzelnen stärker in den Blick nehmen. Das kann bei bestimmten Lernschwierigkeiten sinnvoll sein.

Durch die Verwendung von digital vorliegenden Schulbüchern möchten wir nicht zuletzt das Gewicht der Schultasche Ihres Kindes reduzieren.


 FAQ´s
•    Wie sieht der geplante Einsatz der iPads aus?
Die iPads sollen in jeder Stunde zum Einsatz kommen. Es soll mit digitalen ebooks, interaktiven Apps und speziellen Lernapps gearbeitet werden. Hierunter zählen wir sowohl fachübergreifende als auch fachspezifische Apps. Einige Möglichkeiten werden wir Ihnen am 16.01.2018 um 19:00 Uhr präsentieren.
•    Warum hat sich das RMG für iPads und nicht für ein Tablet eines anderen Herstellers entschieden?
Für einen reibungslosen Ablauf ist es wichtig, dass alle die gleichen Geräte benutzen. Nur so ist sichergestellt, dass die Lehrkraft bei auftretenden technischen Schwierigkeiten kompetent und schnell helfen kann. Zudem unterscheiden sich die Systeme stark in ihren Möglichkeiten bezüglich Hard- und Software. Eine Vereinheitlichung im Rahmen des Schulalltags könnte ohne die Verwendung gleicher Geräte nicht gelingen.
In der Firma Apple sehen wir einen Hersteller, der mit dem iPad ein bestandssicheres Gerät anbietet und dieses auch gezielt für Bildungszwecke einrichtet. Wir haben darüber hinaus konkrete und erreichbare Ansprechpartner zur Verfügung, die uns einen langfristigen Support versichern.
Nicht zuletzt verwenden viele andere Schulen das iPad als Tablet, so dass der Erfahrungsaustausch und die Netzwerkbildung von uns mit anderen Schulen leichter möglich sind.
•    Müssen wir Eltern die Geräte selbst einrichten?
Nein. Wir planen ein Vortreffen, in welchem wir gemeinsam erste Schritte gehen und zusammen mit Eltern und Schülerinnen und Schülern das Gerät kennenlernen. Die Einrichtung der Geräte geschieht über ein mobiles Gerätemanagement-System („ZuluDesk“). Hier werden Apps und Einstellungen für Schülergeräte durch die Schule festgelegt und installiert. Auch Eltern können über „ZuluDeskParent“ bestimmte Einstellungen für das Gerät ihrer Kinder zuhause einrichten.  
•    Wie wird verhindert, dass mein Kind mit dem iPad im Unterricht spielt?
Die App „classroom“ beschränkt den Zugriff auf bestimmte Apps automatisch. Außerdem kann die Lehrkraft einzelne Programme exklusiv öffnen, sodass die Schülerinnen und Schüler keine anderen als die von der Lehrkraft gewünschten Aktivitäten mit ihrem iPad durchführen können.     
Die Erfahrung von Eltern, deren Kinder iPad-Klassen an anderen Schulen besuchen, zeigt, dass das iPad schon nach kurzer Zeit von den Schülerinnen und Schülern als Arbeitsgerät wahrgenommen wird.
•    Wird jeder Arbeitsschritt meines Kindes durch die Lehrkraft im Unterricht verfolgt? Und sieht die Schule, was mein Kind am Nachmittag mit dem iPad tut?
Die Lehrkraft kann – muss aber nicht – im Unterricht sehen, was und wie Ihr Kind auf dem iPad arbeitet. Wir können so sicherstellen, dass es am gewünschten Thema arbeitet. Außerdem kann das Arbeitstempo ein Hinweis auf Lernschwierigkeiten in bestimmten Bereichen sein.
Grundsätzlich sehen wir nach wie vor den „Fehler“ als Lernchance. Ein Beobachten von Lernwegen muss also keine Angst vor Fehlern bereiten, und es wird nach wie vor bewertungsfreie Arbeitsphasen im Unterricht geben.
Außerhalb der Schule hat keine Lehrerin und kein Lehrer mehr Einblick in die Aktivitäten auf dem iPad.
Zuhause können Sie die iPad-Nutzung über das oben erwähnte Programm „ZuluDeskParent“ begleiten.
•    Werden alle personenbezogenen Daten an Apple weitergeleitet und kann Apple auf die Arbeitsmaterialien zugreifen?
Die üblichen Informationen zur Anmeldung eines Apple-Gerätes und zur Erstellung einer AppleID werden durch die Eltern eingegeben. So obliegt die Informationsweitergabe den Eltern. Durch die Schule werden keine personenbezogenen Daten weitergegeben. Eine Zuordnung der Gerätenummer mit der Schule hingegen ist aus Verwaltungszwecken unumgänglich.
 
Die Arbeitsergebnisse der Schülerinnen und Schüler werden nicht in der iCloud gespeichert, sondern es wird ein Cloudsystem der RegioIT genutzt, deren Server in Aachen stehen und somit dem deutschen Recht und Datenschutz unterliegen.
•    Haben die Kinder keinen Kontakt zu gedruckten Büchern mehr?
Die Schulbücher sollen möglichst durch digitale ebooks ersetzt werden. Das gedruckte Schulbuch kann zuhause als Nachschlagewerk genutzt werden. Workbooks, Arbeitshefte oder Lektüren werden wir weiterhin als gedruckte Version verwenden. Die Verwendung eines iPads stellt nicht in Abrede, dass wir Ihren Kindern das gedruckte Buch als bedeutsames ästhetisches und kulturelles Gut nahebringen möchten.
•    Wird das iPad auch das Heft ersetzen?
Nein. Für jedes Fach muss ein Heft geführt werden, um die Feinmotorik und die Ordnung zu schulen. Auch Klassenarbeiten werden weiterhin per Hand geschrieben.
•    Welche Kosten und Verbindlichkeiten kommen auf uns Eltern zu?
Die Gesamtkosten liegen bei ungefähr 600 €. Diese setzen sich aus den Kosten für das Gerät und das Zubehör sowie den Kosten für Software und Verwaltung zusammen. Für die kommenden Fünftklässler ist es möglich, die Kosten für Sie auf 300 € zu reduzieren. Diese Zusage können wir allerdings nur für die kommenden Fünftklässler geben.
Das Gerät gehört Ihnen. Sie müssen dafür Sorge tragen, dass das iPad, wie auch andere Schulmittel, zum täglichen Unterricht mitgebracht werden. Falls das Gerät defekt ist, müssten Sie sich um einen Ersatz kümmern. Die oben genannte finanzielle Unterstützung kann im Falle eines defekten oder verlorenen Gerätes nicht erneut gewährt werden.
•    An wen können wir Eltern uns wenden, wenn wir weitere Fragen haben?
Sie können uns natürlich auch unabhängig vom geplanten Informationsabend kontaktieren. Schreiben Sie uns dazu gerne eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder vereinbaren Sie über das Sekretariat einen Beratungstermin.

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