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Exkursion des Bio-LK der Q2 ins Neandertalmuseum

Die Evolution des Menschen – ein Besuch bei Verwandten im Neanderthal
Als Einstimmung und zur Sammlung von Informationen besuchte der Leistungskurs Biologie 12 am 19.8.2015 das Neanderthalmuseum bei Mettmann, wo er an einer Führung und einem Workshop zur Humanevolution teilnahm.
Das Museum erklärt die Menschheitsgeschichte in 5 Themenbereichen, von denen die Schülerinnen und Schüler berichten.

 


Leben und Überleben
Die Geschichte des Menschen begann in Afrika. Vor rund 15 Millionen Jahren geschahen Veränderungen in der natürlichen Umwelt. In diesem Ökosystem wuchsen vor 4 Millionen Jahren die ersten menschenartigen  Wesen heran, die Australopithecinen (Vormenschen). Sie konnten zwar noch gut klettern, aber durch Veränderungen in der Erbsubstanz entstanden Mutationen, welche den aufrechten Gang ermöglichten.
Vor rund 2,5 Millionen Jahren begann die Homo-Linie (Menschen) mit dem Homo habilis, dem ersten Menschen, der aus Steinen Steinwerkzeuge schlug. Bereits der Homo erectus hatte schon „Köpfchen“ und war gut zu Fuß unterwegs. Desweiteren hatte er ordentlich an Körpergröße zugelegt. Sein Gebiss wurde kleiner und an seinem Körper lichtete sich die Behaarung. Aus Stein und Holz stellte er verschiedene Werkzeuge her. Nachdem der Homo erectus von Afrika nach Asien und Europa auswanderte, entwickelte sich aus ihm der Neanderthaler.
Durch Rekombination der Gene wird das genetische Material der Eltern jedes Mal aufs Neue vermischt. So verändern sich Individuen innerhalb von Populationen. Je besser ein Individuum aus dieser Variantenvielfalt an seine Umwelt angepasst ist, desto größer sind seine jeweiligen Überlebenschancen. Es nutzt das Nahrungsangebot effektiver und setzt sich wirksamer gegen seine Feinde durch.
Paul R., Selin E., Metehan K.

Werkzeug und Wissen
Durch ein weiteres grünes Tor gelangt man in den 2. Teil der Ausstellung "Werkzeuge und Wissen". Als erstes fällt einem eine Neanderthalerfigur ins Auge, die gerade dabei ist, aus Steinen Werkzeuge herzustellen. Daneben wird Arbeit des Neanderthalers auf einem Monitor noch einmal  detailliert als Animation dargestellt. Der nächste Blickfang ist ein großer Tisch auf dem einige moderne Werkzeuge und Apparaturen, wie zum Beispiel ein Spinnrad oder eine Schleifmaschine zu sehen sind. Dazu stehen auf Tafeln allgemeine Informationen zu den Urformen dieser Werkzeuge. Ein Beispiel dafür ist die Handspindel, mit deren Hilfe Steinzeitbauern schon vor 7000 Jahren Fasern zu Fäden verarbeitet haben.
Iris K., Claudio K., Zoe B.

 

Mythos und Religion

Der wohl bekannteste Mythos der Evolution ist die Schöpfungsgeschichte. Diese besagt, dass Gott dem Chaos der Welt eine Ordnung verschaffte und so die Natur und das Leben auf die Erde schaffte. Zeremonien waren bereits früher schon fester Bestand des Alltages. So waren die Neanderthaler die ersten Menschen, die sich mit dem Tode befassten und diesen mit Bestattungszeremonien feierten. Stattgefunden haben solche Zeremonien in Höhlen, sogenannten Megalithen (mega= groß, lithos= Stein), in denen die Totengräber die Beerdigung vornahmen. Im Museum gab es eine Nachbildung eines Neanderthalers, der vor einem Grab trauerte. Das deutet auf die Befassung mit dem Tod hin.
Auch die Kunst war schon damals ein großes Thema. So wurden bestimmte Zeremonien als eine Art Wandbild in Höhlen festgehalten. Im Museum gab es es eine Art Simulation einer Höhle, wo die Malereien dargestellt wurden. Vor ca. 5000 Jahren begann im Orient und in Ägypten die Bildung von Hochreligionen. Die eben genannten Megalithen standen damals für die Kontaktstellen zur Religion und damit zu Gott, also eine Art von Kirche. Im Museum konnte man sich zu den bis heute verbreiteten Religionen  Audiopräsentationen anhören.

Ronja B., Michelle H., Sina T.

Umwelt und Ernährung


Der Teil „Umwelt und Ernährung“ zeigt, wie sich die Menschen vor vielen Jahrzehnten ernährt haben. Die Besucher werden mit Hilfe großer Texttafeln, kleinen Filmen und Ausstellungstücken (Kieferknochen ...) informiert.
Zwei Millionen Jahre lang zogen Menschen als Nomaden um die Welt. Sie waren Sammler und Jäger. Zu ihrer Beute gehörten kleine Säugetiere, Fische, Vögel, Beeren sowie Früchte oder Nüsse. Bei der Nahrungssuche bildeten sie Gruppen von etwa 20 bis 30 Personen.
Wenn Hunger drohte, wurde grundsätzlich die übrige Beute geteilt. Im Laufe der Entwicklung mussten die Menschen immer weniger kauen, da Kochen, Dünsten und Braten die Nahrung weicher machte.
Der Neanderthaler hatte eine deutlich größere Muskelmasse als der heutige Mensch, sodass er mehr Nahrung benötigte, was einen Nachteil darstellte.
Im Laufe der Evolution ist die Menschheit mehr und mehr sesshaft geworden. Daraus entwickelten sich landwirtschaftliche Anbaumethoden, um all die Menschen zu ernähren. Städte wuchsen und bald entstanden Hochkulturen. Heutzutage lebt fast die Hälfte der Menschheit in Städten (es gibt über 20 Megacitys mit mehr als jeweils 10 Millionen Einwohnern).
Am Ende des Museumsbesuches stellt sich zum Thema Umwelt und Ernährung folgende Frage: „Wird der Homo sapiens sapiens so weise sein, wie sein biologischer Name nahe legt?“

Charlotte W. & Naomi S.  

 

Kommunikation und Gesellschaft
Die ersten Hominiden (menschenartige Vorfahren) konnten sich nur mit Gesten, Mimik und einfachen Lauten verständigen. Darauf entwickelte sich die Sprache, die bis heute nicht nachgewiesen werden konnte. Jedoch waren die anatomischen Voraussetzungen, wie zum Beispiel eine ausreichende Gehirngröße gegeben. Die Neanderthaler, die dem Menschen am ähnlichsten waren, konnten zweifellos sprechen, was auf ihr größeres Gehirnvolumen als das des heutigen Menschen zurückzuführen ist. Zudem kann man aus dem gefundenen Zungenbein, welches dem menschlichen sehr ähnelt, darauf schließen, dass sie Sprache kannten. Dies war notwendig, um sich z.B.  über handwerkliche Kenntnisse auszutauschen.
Die damalige Gesellschaft bestand aus Verwandtengruppen, die über die Kleinfamilie hinausging. Die Größe der Gruppen betrug 25 Personen, unter ihnen Jäger und Sammler.
Dilara C. und Nergizay A.

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