Hier finden sie die wesentlichen Informationen zum Unterrichtsangebot des Rhein-Maas-Gymnasiums. Neben Informationen zu dem bilingualen Jahrgang, werden hier auch die einzelnen Fächer und deren Lehrplan behandelt.
AbiBac
Dienstag, 1. September 2009
Deutsch-französisch bilingualer Zug und AbiBac
Donnerstag, 8.September 2009
Das Rhein-Maas-Gymnasium hat mit seinem bilingual deutsch-französischen Zug, dessen vierzigjähriges Jubiläum im nächsten Jahr ansteht, eine langjährige Erfahrung mit Französisch als erster Fremdsprache. Es gehörte bundesweit zu den ersten Gymnasien, die als Ergebnis des deutsch-französischen Vertrages von 1963 damit begannen, Europa in den Köpfen junger Menschen zu bauen. Frankreich ist inzwischen unser wichtigster Partner, nicht nur in wirtschaftlicher, sondern vor allem auch in politischer Hinsicht. Damit diese Partnerschaft funktioniert, sind vertiefte Kenntnisse der französischen Kultur und Sprache erforderlich, die am RMG neben dem ganz "normalen" englischsprachigen Zug gepflegt werden.
Mit großem Erfolg absolvieren seit mehreren Jahren Schülerinnen und Schüler des Rhein-Maas-Gymnasiums die Prüfungen zum Erwerb der international anerkannten Französisch-Zertifikate DELF und DALF. Auch am Bundeswettbewerb Fremdsprachen sowie am Vorlesewettbewerb Französisch, der am Rhein-Maas-Gymnasium für die Region Aachen durchgeführt wird, nehmen die Schülerinnen und Schüler mit hervorragenden Resultaten teil. Für die bilingualen Oberstufenschüler besonders interessant: Der »Prix des Lycéens allemands», ein Literaturprojekt, bei dem deutsche Schülerinnen und Schüler als Juroren aktueller französischer Jugendbücher auftreten.
Der bilingual deutsch-französische Zug beginnt mit verstärktem Sprachunterricht in der Partnersprache. Ganz nebenher setzen die Kinder ihren schon in der Grundschule einsetzenden Englischunterricht fort. In den Jahrgangsstufen sieben bis zehn werden Erdkunde, Geschichte und Politik auf Französisch unterrichtet. Kontakte und Aufenthalte im Nachbarland gehören selbstverständlich dazu.
Bereits 1973, drei Jahre nach der Einführung des bilingualen Zugs, erhielten die Absolventen zusammen mit dem deutschen Abiturzeugnis ein Zertifikat, das auf einem Staatsvertrag zwischen den beiden Staaten beruht, nämlich das Abitur mit dem sogenannten bilingualen Vermerk
Das AbiBac, ebenfalls auf binationalen Vereinbarungen beruhend, bedeutet eine weitere Steigerung der Qualität. Die Oberstufenschüler können nun neben Geschichte bilingual auch Geographie bilingual belegen (Stundentafel). In beiden Fächern werden Klausuren geschrieben, eines davon wird zum schriftlichen Fach in der Abiturprüfung gewählt. Ein französischer Prüfungsbeauftragter ist beim mündlichen Abitur anwesend und übernimmt Teile der Prüfung. Die Schülerinnen und Schüler des bilingualen Zuges können so neben ihrem deutschen Abitur auch das französische Baccalauréat erwerben; sie erhalten somit die Hochschulreife in doppelter Ausführung. Diese jungen Leute weisen nach, dass sie besonders leistungsstark und leistungsbereit sind. Das Baccalauréat wird sowohl in den Universitäten unseres Nachbarlandes als auch in international tätigen Firmen hoch angesehen und anerkannt.
Von der französischen Expertenkommission wurde unserer Schule das Lycée Faidherbe in Lille als Partnerschule dem Rhein-Maas-Gymnasium zugewiesen . Dieses Lycée ist ebenfalls eine bilinguale Schule mit einer «Section Européenne franco-allemande». Die beiden Schulen arbeiten in verschiedenen Bereichen eng zusammen, auch um den Austausch auf Schüler- und Lehrerseite zu forcieren.
Das Deutsch-Französische Kulturinstitut in Aachen freut sich als offizieller Repräsentant des französischen Staates in Kulturfragen ganz besonders über diese wichtige Initiative und wird das Projekt seinerseits unterstützen.
Bisher haben Schülerinnen und Schüler zweier Jahrgänge (2008/2009) erfolgreich das AbiBac abgelegt. Ihre hervorragenden Ergebnisse werden nicht nur beruflich so manche Türen öffnen.
Thomas Philipp
Schulinternes Curriculum für das Fach Erdkunde in der Qualifikationsphase (SII) am RMG
Montag, 31. August 2009
Jahrgangsstufe 12.I
Kursthema[1]:
Räume unterschiedlichen Entwicklungsstandes im Globalisierungsprozess von
Wirtschaft und Gesellschaft
Unterrichtseinheiten
Mehrdimensionalität
des Begriffs „Entwicklungsstand“
Zusammenhänge
zwischen Bevölkerungs- und Wohlstandswachstum im regionalen und globalen
Maßstab (1.2)
Agrarproduktion
unter dem Einfluss natürlicher Gegebenheiten und kolonialen Erbes (1.1, 1.2);
(2.1); (3.1)
Subsistenzwirtschaft
unter dem Einfluss von Maßnahmen der Grünen Revolution und der
Agrarkolonisation (1.4)
Ausverkauf von
Ressourcen - ökonomische und ökologische Wechselwirkungen zwischen IL und EL
Industrie als
Chance und Problem für Beschäftigung und Entwicklung
Tourismus in seiner
Bedeutung für EL (1.3); (2.4)
Wege aus der Krise:
Entwicklungspolitik als Mehrzweckinstrument
Jahrgangsstufe 12.II
Kursthema: Urbane Räume - Probleme und Prozesse von
Regionalisierung und Metropolisierung
Unterrichtseinheiten
Wahrnehmung des
städtischen Lebensraumes
Innere
Differenzierung der europäischen Stadt als Abbild eines zeitlichen
Nacheinanders (3.2)
Planung für Stadt
und Umland (3.2)
Erreichbarkeit und
Verdrängung als Probleme der Innenstadtplanung (3.2)
Städte in anderen
Kulturkreisen als Ausdruck unterschiedlicher Einflüsse (3.2)
Suburbanisierung
und räumliche, soziale Mobilität in ihrer Bedeutung für die Stadtregion (3.2)
Zusammenhang von
Grünflächen und Stadtklima als Grundlage für ökologische Stadtplanung
Die
menschengerechte Stadt (3.2)
Metropolisierung
und Marginalisierung als Elemente eines weltweiten Verstädterungsprozesses
(3.1, 3.2)
Europäische
Städtenetze in ihrer Bedeutung für ein wettbewerbsfähiges Europa (3.4)
Jahrgangsstufe 13.I/II
Kursthema: Güterversorgung und Dienstleistungen als Auslöser
raumprägender und raumverbindender Prozesse
Unterrichtseinheiten
Verflechtungen im
Wirtschaftsraum; Wandel und Wirkungen
Veränderungen der
Standortstruktur in der (Konsumgüter-)Industrie unter dem Einfluss von
Arbeitsteilung und technologischer Entwicklung (2.2)
Umwertung von
Standortfaktoren durch neue Kommunikationstechnologien (2.3)
Agrarstruktureller
Wandel im Zusammenhang von Globalisierung (1.1, 1.4); (2.1, 2.5)
Raubbau und Nachhaltigkeit
in verschiedenen Ökosystemen (1.2, 1.4)
Agrarstruktureller
Wandel durch ökologische Neubewertung des ländlichen Raumes (2.5)
Wirtschafts- und
Freihandelszonen als Konzepte für regionale und nationale Entwicklung (3.3)
Regionale Konzentration von Betrieben
der Hightech-Industrie aufgrund politischer, sozialer und wirtschaftlicher
Prozesse[2]
Einflüsse von
entwickelten Wirtschaftsregionen auf Arbeitsmigration und die Folgen für die
Herkunftsgebiete (3.1)
Europa - geogaphische und historische
Grundlagen der Integration
Raumanalyse: Euregio Maas-Rhein (3.4)
Die (Verkehrs-)Infrastruktur eines
Verdichtungsraumes in ihrer Funktion für die globale Güterverteilung und die
wirtschaftliche Entwicklung von Großräumen (2.3)
Verbindliche Unterrichtsinhalte im Fach Erdkunde für das
Abitur 2011
(inhaltliche Schwerpunkte):
1. Raumstrukturen und raumwirksame Prozesse in der Wechselwirkung von
natürlichen Systemen und Eingriffen des Menschen
1.1 Ursachen und
Folgen von Eingriffen in geoökologische Kreisläufe
- landwirtschaftliche Intensivierung durch unterschiedliche
Bewässerungssysteme in
ariden und semiariden Räumen
- Prozess der Bodenversalzung und mögliche Gegenmaßnahmen
1.2 Ökologische
Prinzipien und zukunftsfähige Maßnahmen in der Industrie, Land-, Forst- oder
Fischereiwirtschaft im globalen ökonomischen Zusammenhang
- Dreieck der Nachhaltigkeit
- Desertifikation als Folge einer unangepassten Bodennutzung in ariden
Klimaten und
Maßnahmen zu deren Behebung
- Ressourcenproblematik und Alternativen Grenzen der Tragfähigkeit
1.3 Das
Spannungsfeld von Landschaftszerstörung und –bewahrung im Zusammenhang
mit Freizeitgestaltung
- Standortfaktoren für unterschiedliche Tourismusformen
- Drei-Phasen-Modell der raum-zeitlichen Entfaltung der Tourismuswirtschaft
nach
Vorlaufer (nur LK) und Tourismusmodell nach Butler
- Formen angepassten und sanften Tourismus
1.4 Klima- und
Vegetationszonen in ihrer unterschiedlichen Bedeutung
-
Mechanisierung, Intensivierung und Spezialisierung als Kennzeichen einer
industrialisierten
Landwirtschaft
in der gemäßigten Zone und den Tropen (GK und LK) sowie
den
Subtropen (nur LK)
-
Agrarkolonisationen als Maßnahmen zur Reduzierung des Bevölkerungsdruckes
und
zur Erhöhung der Agrarproduktion in den Tropen (nur LK)
2. Raumstrukturen und raumwirksame Prozesse im Spannungsfeld von
wirtschaftlichen
Disparitäten und Austauschbeziehungen
2.1 Ernährungspotenzial
für eine wachsende Weltbevölkerung zwischen Subsistenzwirtschaft und
Agrobusiness
- Subsistenzwirtschaft versus Marktorientierung
- Merkmale des Agrobusiness
- Grundprinzipien der ökologischen Landwirtschaft
2.2 Wandel von
Standortfaktoren in seiner Wirkung auf industrieräumliche Strukturen
- Standortentscheidungen im Zusammenhang mit harten und weichen
Standortfaktoren
- Hauptphasen des industriellen Strukturwandels
2.3 Verkehrs- und
Kommunikationsnetze in ihrer Bedeutung für die Verflechtung und Gestaltung von
Räumen
- Zusammenhang zwischen der Modernisierung der Verkehrs- und
Kommunikationsnetze
und der Globalisierung
- Prinzipien der Standortverlagerung und der Beschaffungslogistik
2.4 Tertiärisierung
als Motor fü̈r die räumliche Verteilung von Arbeitsplätzen und
Warendistribution
- Wirtschaftsfaktor Fremdenverkehr in seiner Bedeutung für Zielregionen
2.5 Veränderung von
Konsummustern und Wertorientierungen als wesentliche Voraussetzungen für
nachhaltiges Wirtschaften in der Einen Welt
- Merkmale von Fairtrade-Projekten
- Ökobilanzierung
3. Raumstrukturen und raumwirksame Prozesse im Spannungsfeld von Aktionen
und
Konflikten sozialer Gruppen, Staaten und
Kulturgemeinschaften
3.1 Raumbedarf und
Tragfähigkeit im Zusammenhang mit demografischen Prozessen
- Demografischer Wandel (mit Modell)
- Ursachen und Folgen von Wanderungsbewegungen
3.2 Siedlungsentwicklung
in Abhängigkeit von soziokulturellen und politischen Leitbildern
- Grundzüge der Stadtentwicklung in Europa und Nordamerika mit
entsprechenden
Modellen (GK und LK) sowie in Asien (nur LK)
-
Leitbilder der Stadtentwicklung: Gartenstadt (GK und LK) sowie Agenda 21
(nur LK)
-
Merkmale von Global Cities
-
Zentralität als Ausdruck funktionaler Verflechtungen: Strukturen und
Raumordnungsziele,
einschließlich
modellhafter Darstellungen
3.3 Raumwirksamkeit
globaler Zusammenarbeit in Abhängigkeit von soziokulturellen Rahmenbedingungen
-
Zielsetzungen von Wirtschaftsbündnissen
-
Transnationale Bedeutung von Sonderwirtschafts- und von Freihandelszonen
3.4 Zusammenwachsen oder
Desintegration von Räumen aufgrund politischer Vorgaben
und kultureller Prägung (nur LK)
-
Transformationsprozesse im Osten Europas
-
Europäische Raumordnungsmodelle, u. a. die „Blaue Banane“
[1]Die Nummerierung bezieht sich auf die
abiturrelevante Obligatorik
[2] kursiv gedruckte Themen
sind für den LK verpflichtend
Schulinternes Curriculum für das Fach Erdkunde in der Sek I am RMG
Montag, 31. August 2009
Inhalte Jahrgangsstufe 5:
Inhaltsfelder lt. Kernlehrplan
Räume
1. Zusammenleben in
unterschiedliche strukturierten Räumen
– Grobgliederung der Stadt
Paderborn
Burtscheid, Kapellenstraße
– Unterschiede in der Ausstattung von Stadt und
Land
Borchen
2. Arbeit und Versorgung in Wirtschaftsräumen unterschiedlicher
Ausstattung
– Bedeutung ausgewählter Standortfaktoren für Industrie
(Rohstoffe, Verkehr, Arbeitskräfte)
Rhein-Ruhr-Gebiet, Stuttgart, Ludwigshafen, Köln,
Hamburg, Duisburg, Frankfurt
Landwirtschaft (Klima, Boden, Absatzmarkt)
Landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland
Spanien, Sevilla und dem Nordatlantik
Dienstleistungen (Verkehrsanbindung, Bildung)
s. o.
– Veränderung von Strukturen in Landwirtschaft und
Industrie
s. o.
– Produktion und Weiterverarbeitung von Nahrungsmitteln
s. o.
– Beeinflussung der Ressource Wasser durch unangepasste
Nutzung
Mittelmeerraum
3. Auswirkungen von Freizeitgestaltung auf Erholungsräume und deren
naturgeographisches Gefüge
– Möglichkeiten der Freizeitgestaltung
im Kontext der naturgeographischen Gegebenheiten und des
touristischen Angebotes in Küsten- und Hochgebirgslandschaften
Nord- und Ostseeküste
Mittelmeerraum
– physiognomische und sozioökonomische Veränderungen einer
Gemeinde durch den Fremdenverkehr
Alpen
Vorstufe einer
fragengeleiteten Raumanalyse
Nationalpark Sächsische
Schweiz
bzw.
Nationalpark Wattenmeer
zu 1.-3.: Themenbezogene
topografische Verflechtungen:
-Regionen
unterschiedlicher landwirtschaftlicher Nutzung in den deutschen
Großlandschaften
-wichtige
Industrie- und Verdichtungsräume in den Mitgliedstaaten der EU
-Hauptzielgebiete
deutscher Touristen in verschiedenen Staaten Europa
Inhalte Jahrgangsstufe 8:
Inhaltsfelder
lt. Kernlehrplan
Räume
4. Naturbedingte und anthropogen bedingte
Gefährdung von Lebensräumen
– Bedrohung von Lebensräumen durch
Georisiken (Erdbeben, Vulkane, Hurrikane)
USA:
Mount St. Helen
Europa:
Ätna
Japan:
Kobe
Golf von
Mexiko
– Bedrohung von Lebensräumen durch
unsachgemäße Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt (Bodenerosion/
Desertifikation,
globale Erwärmung,
Überschwemmungen)
Aralsee,
Brasilien, Mittelsibirien, Sahelstaaten
und Bangladesch
5. Leben und Wirtschaften in verschiedenen
Landschaftszonen
– Temperatur und Wasser als
Begrenzungsfaktoren des Anbaues und Möglichkeiten der
Überwindung der natürlichen
Grenzen
Finnland,
Kanada, Sahara, Sahelstaaten,
Ägypten,
Nil
Burkina
Faso, (Lybien, Israel)
– Nutzungswandel in Trockenräumen
und damit verbundene positive wie negative Folgen
vgl. vorausgehende Räume
– Naturgeographische
Wirkungsgefüge des tropischen Regenwaldes und daraus resultierende
Möglichkeiten und Schwierigkeiten ökologisch angepassten Wirtschaftens
Afrika
Indonesien
Südamerika
– die gemäßigte Zone als Gunstraum
für landwirtschaftliche Nutzung
USA,
mittlerer Westen
Kalifornien
– Landschaftszonen als räumliche
Ausprägung des Zusammenwirkens von Klima und Vegetation
Landschaftszonen
globale
Betrachtung
6. Innerstaatliche und globale räumliche
Disparitäten als Herausforderung
– Verschiedene Indikatoren in
ihrer Bedeutung für die Erfassung des Entwicklungsstandes von
Wirtschaftsregionen und Staaten der Welt
globale
Beispiele
– das Ungleichgewicht beim
Austausch von Rohstoffen und Industriewaren als eine Ursache für die
weltweite Verteilung von Reichtum und Armut auf der Welt
Afrika,
Ghana
– Raumentwicklung auf der
Grundlage von Ressourcenverfügbarkeit, Arbeitsmarktsituation
und wirtschaftspolitischen
Zielsetzungen
Afrika,
Ruanda
Burkina
Faso
– Chancen und Risiken des
Dritte-Welt-Tourismus für die Entwicklung der Zielregion